Luft enthält Feuchtigkeit in Form von unsichtbarem Wasserdampf. Vom Menschen wird mit der Atemluft ebenfalls Feuchtigkeit abgegeben. Selbst im Schlaf produziert der Mensch ca. 1 Liter Feuchtigkeit pro Nacht. Weitere Feuchtigkeit entsteht durch Kochen, Baden und Zimmerpflanzen. Wieviel Wasserdampf die Luft aufnehmen kann, hängt von der Temperatur ab. Je höher die Luftfeuchtigkeit ist, desto größer ist die Aufnahmefähigkeit. So kann 1 m³ Luft bei einer raumtemperatur von 20° C höchstens 17,3 g Wasser aufnehmen, bei 8° C jedoch nur noch 8,3 g. Wird dieser temperaturabhängige Sättigungspunkt der Raumluft erreicht, kann sich in Abhängigkeit von der jeweiligen Außentemperatur an den raumseitigen Oberflächen von Glasscheibe, Rahmen und Außenwand Kondensat bilden. Denn die dort herrschende Temperatur liegt in der Regel unter der Raumtemperatur. Das Beschlagen der Scheibe wird durch eine mangelnde Luftzirkulation noch gefördert, unter anderem durch tiefe Laibungen, Vorhänge, Blumentöpfe, Blumenkästen, Jalosetten, Fußbodenheizung oder ungünstige Anordnung der Heizkörper.

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