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FENSTER

KfW-Förderungen Lüftung und Einbruchhemmung
Neue Maßnahmen und eine Präzisierung aus erster Hand
Die KfW setzt ab 1. Januar 2016 das „Anreizprogramm Energieeffi zienz“ im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) um und verbessert die Förderung von Einzelmaßnahmen durch die Einführung eines „Heizungs- und Lüftungspakets“. Das neue „Heizungs- und Lüftungspaket“ ergänzt die bisherige Förderung von Einzelmaßnahmen, die unverändert fortgeführt wird, mit einer besonders günstigen Förderung. Der Investitionszuschuss für  „Heizungs- und Lüftungspakete“ beträgt 15 % der förderfähigen Kosten.

 

Der Tilgungszuschuss wird mit 12,5 % auf den Kreditbetrag verrechnet werden. Nähere Informationen fi nden Sie hier. Eine Präzisierung zu unserer Meldung zur Förderung der Einbruchhemmung im VFF-Ticker aktuell vom 19. November 2016 hat Dirk Markwort, Technischer Sachverständiger bei der KfW, vorgenommen: Der Neueinbau von Fenstern mit der Sicherheitsklassifizierung RC2 wird aktuell über die Programme zur Energieeffi zienz (Energieeffi zient Bauen und Sanieren) mitgefördert, was bislang im Programm „Energieeffi zient Sanieren - Einzelmaßnahmen“ die Einhaltung vorgegebener Uw-Werte von maximal 0,95 W/m2K nach sich zieht.

Die KfW wird aber ab dem 1. April 2016 die Förderung für einbruchhemmende Fenster als Einzelmaßnahme mit einem Uw-Wert von maximal 1,1 W/m2K im Programm „Energieeffi zient Sanieren - Einzelmaßnahmen“ ermöglichen. Für den Neubau sei das neue Programm zum Einbruchschutz nicht vorgesehen. Elemente mit einbruchhemmenden Ausstattungen können aber in den Programmen Energieeffi zient Bauen und Sanieren für KfW-Effi zienzhäuser mitgefördert werden. Vorrang haben bei diesen Programmen allerdings die Anforderung an die Energieeffizienz.

Umwelt & Energie Infos zu neuen Fenstern
Ein großer Teil des jährlichen CO2-Ausstosses geht auf das Heizen privater Häuser zurück. Das ist schlecht für die Umwelt und schädlich für den Geldbeutel des Hausbesitzers, denn ein beachtlicher Anteil dieses CO2-Ausstosses entsteht durch Heizenergie, die aus den Häusern entweicht und so die Umwelt, nicht die Häuser heizt.

Wo bleibt die Energie im Haushalt?


So verteilt sich der durchschnittliche Energieverbrauch in deutschen Wohnhäusern:

  • 78% Heizenergie
  • 11% Warmwasser
  • 4% Sonstiges
  • 3% Kühlen
  • 3% Kochen
  • nur 1% Licht (das zum Thema Energiesparlampe!)

Heizenergie sparen durch neue Fenster?
Den meisten Leuten wird hierzu wahrscheinlich erst mal Wärmedämmung einfallen. Das ist auch vollkommen richtig. Ein gut gedämmtes Haus verbraucht wesentlich weniger Heizenergie. Den größten Flächenanteil des Gebäudes macht natürlich die Fassade aus – leider belassen viele Hausbesitzer es also beim Dämmen der Fassade. Das ist zwar ein wichtiger Baustein einer guten Wärmedämmung, aber man kann noch wesentlich mehr erreichen, wenn man auch das Dach, den Keller und die Fenster berücksichtigt. Kaum zu glauben, aber es gibt immer noch Häuser, deren Fenster Einfachverglasung haben, aber auch doppelt verglaste Fenster älter als 25 Jahre.

Was soll daran so schlimm sein –
so viel Fensterfl äche hat Ihr Haus doch gar nicht?

Die Fläche der Fenster mag im Vergleich zur Fassadenfl äche nicht so groß sein, trotzdem haben Untersuchungen gezeigt, dass ca. 40 % der Heizenergie durch schlecht isolierte Fenster verloren geht. Das liegt daran, dass Fenster die mit Abstand dünnsten Stellen der Gebäudehülle darstellen. Wenn Sie das nicht so ohne weiteres glauben wollen, lassen Sie doch mal mit einer Wärmebildkamera eine Aufnahme von Ihrem Haus machen. So eine Wärmebildkamera zeigt das Bild Ihres Hauses, aber je nach Wärmeabstrahlung in mehreren Farben eingefärbt; besonders wärmedurchlässige Stellen werden meistens in Rot dargestellt. Damit kann man ganz klar erkennen, wo Bedarf für zusätzliche Wärmedämmung besteht. Sie werden sehen: Beim Energiesparen fängt man am besten bei den Fenstern an, denn moderne Energiesparfenster dämmen um ein Vielfaches besser. Hier kann man mit überschaubarem Aufwand einen wirklich großen Erfolg erzielen. Der macht sich letztendlich auch in Ihrer Geldbörse bemerkbar. Schließlich sind die Kosten für Heizenergie in den letzten Jahren drastisch gestiegen
und daran wird sich wohl auch in Zukunft nicht viel ändern. Vom fi nanziellen abgesehen, sollte man sich auch ein paar Gedanken über die Umwelt machen. Eingesparte Heizenergie bedeutet schließlich auch eingesparten CO2-Ausstoss. Wenn wir die Umwelt bedenkenlos immer weiter aufheizen, wird der Klimawandel, durch vermehrte Stürme, Überschwemmungen und Hitzeperioden, schließlich uns alle treffen.

Was bedeuten UW-Wert?
Die Hauptaufgabe der Fenster ist natürlich erst mal Licht und Luft ins Haus zu lassen. Aber auch Wärme, in Form der Sonnenstrahlung, kann so nach innen gelangen, was gerade im Winter sehr erwünscht ist. Moderne Fenster sind so ausgelegt, dass sie diese Aufgaben optimal erfüllen, aber möglichst wenig Wärme von innen nach außen durchlassen. Hierbei spielt nicht nur die Verglasung, sondern auch der Rahmen eine wichtige Rolle. Wie viel Wärme ein Fenster durchlässt, wird durch den Wärmedurchgangskoeffi zienten = UW-Wert angegeben. Je kleiner dieser Wert ist, desto weniger Wärme geht hier verloren.
Fenster mit Einfachverglasung haben oft einen UW-Wert größer 5 W/m²K (Watt pro Quadratmeter und Kelvin). Dieser Wert hat sich auf unter 1,0 W/m²K für Fenster mit Dreischeiben-Wärmedämmglas verbessert. Man muss sicher nicht Physik studiert haben, um zu sehen, dass sich hier enorme Fortschritte ergeben haben. Ein weiterer wichtiger Kennwert eines Fensters ist der G-Wert, der angibt wie viel Prozent der einfallenden Sonnenstrahlung durch das Fenster nach innen gelangt.

Dieser hat sich von 87 % für Einfachverglasung auf 50 % für modernes Dreifach-Wärmedämmglas verringert. Damit gelangt zwar im Winter etwas weniger Sonnenwärme ins Haus, im Sommer werden die Räume aber auch nicht so stark aufgeheizt. Den winterlichen Verlust an Tageslicht und Sonnenwärme könnte man durch eine Vergrößerung der Fensterfl äche kompensieren. Dies macht allerdings nur bei Fenstern Sinn, die nach Süden gehen. Stichwort Fensterrahmen: Ist er verzogen oder die Dichtung defekt, kann auch über den Rahmen viel Heizenergie verloren gehen. Daher bilden moderne Fenstersysteme eine optimal abgestimmte Einheit aus Glas und Rahmen. Für den Rahmen stehen verschieden Materialien zur Verfügung, hauptsächlich Kunststoff, Holz und Aluminium. Diese lassen sich auch kombinieren und in unterschiedlichen Formen und Farben realisieren. Somit gibt es bei der Gestaltung der Fenster so gut wie keine Einschränkungen.

Neue Energiesparverordnung
Neben finanziellen Erwägungen und Überlegungen zum Umweltschutz, muss auch die neue Energiesparverordnung berücksichtigt werden. Sie gilt seit dem 1. Mai 2014. In ihr sind unter anderem Anforderungen für die Dämmung von Häusern festgelegt. Hierbei gibt es für sämtliche Außenbauteile wie die Fassade, aber natürlich auch für Fenster und Türen Mindestanforderungen, die eingehalten werden müssen. Diese Energiesparverordnung kommt sowohl bei Neubauten, als auch bei Umbauten, Erweiterungen oder Modernisierungen zur Anwendung. Für Fenster und Fenstertüren legt sie einen UW-Wert von 1,3 W/m²K fest, was bereits mit einer modernen Zweifachverglasung realisiert werden kann. Für KfW-geförderte Sanierungsmaßnahmen ist beim Fenstertausch ein UW-Wert defi niert.

Was sind umweltfreundliche Fenster?
Täglich gehen Szenarien durch die Medien, wie sich unser Klima zukünftig durch CO2-Ausstoß und Erderwärmung verändern wird. Aber genau hier kommt das Bauteil Fenster ins Spiel: Bei der energetischen Betrachtung von Gebäuden spielt es eine zentrale Rolle, denn ca. 40% der wertvollen Raumwärme gehen durch die Fenster verloren! Stichwort Treibhauseffekt: Jeder verbrannte Liter Heizöl belastet die Umwelt mit 2,6 kg CO2. Durch Fenstertausch lassen sich in einem durchschnittlichen Einfamilienhaus schnell über 2 Tonnen CO2 jährlich einsparen – insofern sorgen moderne Energiesparfenster nicht nur für einen behaglichen Wohnkomfort, sondern stellen auch einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz dar!

Und welche Rolle spielt dabei das Fenster?


Die Grafik verdeutlicht:
Alte Fenster sind der Schwachpunkt in der Gebäudehülle! Obwohl ihr Flächenanteil durchschnittlich unter 10% der gesamten Umfassungsfl äche des Gebäudes beträgt, gehen hier ca. 40% der wertvollen Heizenergie verloren.

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